akkordeon magazin #80

20. September 2021

Lesezeit: 2 Minute(n)

Editorial

Kennen Sie die Nonnenstudie?

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor ein paar Tagen wurde ich auf die „Nonnenstudie“ aufmerksam. Ich kann mich gar nicht mehr genau an den Zusammenhang erinnern. Dieser ist auch nicht weiter relevant, denn die Studie passt, aus meiner Sicht, in jeden Zusammenhang, in jede menschliche Historie und in nahezu alle sozialen und gesellschaftlichen Bereiche.

Ich will gar nicht zu viel verraten bzw. diese Studie beschreiben, bestenfalls Sie an meiner Interpretation teilhaben lassen. Dazu bediene ich mich einiger Zeilen von Gerald Hüther (Biologe und Prof. für Neurobiologie), der darauf hinweist, „[…] dass es zwei existenziell bedeutsame Grundbedürfnisse des Menschen gibt: Zum einen das nach Verbundenheit, Vertrauen sowie Zugehörigkeit und zum anderen das nach Entwicklung und Autonomie. Je besser diese Bedürfnisse erfüllt sind, desto ausgeprägter ist unser Kohärenzgefühl, ein Gefühl, das sich einstellt, wenn es in unserem Leben stimmig ist. […]“ (aus Gerald Hüther: Mit Achtsamkeit gegen Alzheimer. maz-​online.de/Nachrichten/Wissen, 2018)
Sollte es nicht tatsächlich unser aller Bestreben sein, dieser Erfüllung gerecht zu werden oder ihr möglichst nahezukommen? Für uns selbst, die Familie, die Freunde und für unsere Freizeitgestaltung und Arbeit? Größer formuliert: für die Gesellschaft?

Die vergangenen eineinhalb Jahre haben gezeigt, wie schnell bekannte, bewährte und zum Teil festgefahrene Strukturen ins Wanken geraten. Nicht immer gelingt es uns, auf ein solches Wanken, das mitunter enorm an Stärke zunehmen kann, flexibel, selbstbewusst und kreativ zu reagieren. Oftmals ist uns auch die Verbundenheit abhandengekommen.

So war und ist es mir eine große Freude, diese Ausgabe des akkordeon magazins zu „komponieren“. Wir durften neue Autoren begrüßen, internationale Artikel integrieren, Digitales weiter ausbauen und auf Bewährtes zurückblicken.
Als die ersten Gratulanten sich meldeten, wurde uns bewusst, dass wir tatsächlich gerade an der 80. Ausgabe des akkordeon magazins arbeiten. Darauf sind wir jetzt schon ein bisschen stolz und sagen DANKE an alle Beteiligten der vergangenen und zukünftigen akkordeon magazin – Jahre.
Ich blicke nochmal auf die Nonnen der Studie und wünsche Ihnen und uns ganz viel positive Lebenseinstellung, ein Füreinanderdasein und ein gegenseitiges Wertschätzen.

Es grüßt Sie herzlich aus der Villa zum guten Ton

Ihre Andrea Iven
Verlegerin des akkordeon magazins

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