Mit HAGIOS III: Friedensgesänge führt der Komponist Helge Burggrabe seine kontemplative Reihe fort. Was als Einladung zum gemeinsamen Singen begann, entfaltet sich im dritten Teil zu einem noch reichhaltigeren klanglichen Kosmos. Für Akkordeon-Enthusiasten lohnt sich der Blick besonders: Der Schweizer Pianist, Organist und Akkordeonist Christof Fankhauser formt erneut das musikalische Fundament mit. Gemeinsam mit dem Vokalensemble Elbcanto, Gästen wie Markus Stockhausen am Flügelhorn und einem Streichquartett der Staatsoper Hamburg setzt Fankhausers feinsinniges Akkordeonspiel hörenswerte, atmende Farbtupfer. Das Instrument verbindet die Zugänglichkeit der ein- bis vierstimmigen Gesänge – angelehnt an Traditionen von Taizé und Gregorianik – mit sakraler Tiefe. Das Akkordeon wirkt hier als ideales Bindeglied zwischen Vokalstimme und Ensemble: Es verleiht den besinnlichen Melodien Wärme, ohne die schlichte, meditative Grundhaltung zu überdecken. Ein leises, aber umso eindrücklicheres Hörerlebnis, das die verbindende Kraft der Musik feiert.
Klaus Härtel






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