Richard Galliano Kollektion

Der Beginn einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit

3. November 2022

Lesezeit: 3 Minute(n)

Anfang dieses Jahres verkündete Maximiliano Ciucciomei, der Geschäftsführer der Maxim’s Group Accordions, die Zusammenarbeit mit Richard Galliano mit diesen Zeilen: „Liebe Akkordeonfreunde, mit großer Freude und Begeisterung verkünde ich die neue Zusammenarbeit, die in diesen Tagen zwischen Maxim’s Group und Master Richard Galliano begonnen hat. Aus diesem Projekt entstand die Richard Galliano Kollektion: eine Sammlung von Knopf- und Klavier-​Akkordeons, die unter den Marken Settimio Soprani und Sonola unter der Aufsicht und Qualitätssicherung von Meister Galliano von der Maxim’s Group produziert wurde. Als Gründer der Maxim’s Group und für alle meine Mitarbeiter ist es eine große Freude, von Meister Richard Galliano ausgewählt worden zu sein für die Realisierung eines solchen gemeinsamen Projektes, von dem ich hoffe, dass es für immer in die Geschichte der Produktion von Akkordeons eingehen wird. In diesen Tagen hat Meister Richard Galliano bereits unser Unternehmen besucht und wir haben mit ihm alle Aspekte der Produktion der Modelle der Richard Galliano Kollektion besprochen.“ Wir haben uns, ein halbes Jahr später, mit Maximiliano über den Verlauf des Projektes unterhalten.
Interview: Andrea Iven, Fotos: Maxim’s Group
  • Sie haben Akkordeon-​Modelle in Zusammenarbeit mit Richard Galliano entwickelt. Wann und wie kam es zu dieser Idee? Erzählen Sie auch gerne ausführlich von Ihrer Firmengeschichte.

Die Idee der Zusammenarbeit mit Maestro Richard Galliano begann vor einem Jahr mit dem Jazz-​Modell. Wir fertigten den Prototyp an und schickten das Akkordeon dann an den Maestro, um sein Feedback einzuholen. Dies war der Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit, der Maestro war sofort von dem Projekt begeistert. Die Kollektion besteht aus chromatischen Modellen in Studio-, Standard- und Profiversion mit Musette- und Piccolo-​Stimmungen, wie vom Maestro empfohlen.

  • Was macht diese Modelle so besonders? Welche Innovation zeichnet sie aus?

Das Besondere an den Modellen ist zum einen die spezielle Stimmung und zum anderen die Tatsache, dass jedes Akkordeon vom Maestro im Original signiert ist.

  • Hatte Herr Galliano technischen und musikalischen Einfluss? Und auch auf das Design? Das Projekt heißt ja Richard Galliano Kollektion.

Maestro Galliano hat aufgrund seiner langen Erfahrung sicherlich seinen musikalischen Einfluss. Für das Design hingegen ist das Unternehmen selbst verantwortlich, und die Produktlinie umfasst Settimio Soprani und Sonola.

  • Wie ist Ihre Zusammenarbeit mit Herrn Gallianos „Victoria-​Tradition“ vereinbar?

Zum ersten Mal, nach 50 bis 60 Jahren, in denen der Maestro immer eine alte Victoria gespielt hat, wählt er eine neue Firma und zeigt seine Wertschätzung für unsere Instrumente. Darauf sind wir sehr stolz, das ist ein großer Erfolg.

Maximiliano Ciucciomei und Richard Galliano

  • Sind die Instrumente bereits im Handel erhältlich? Auch in Deutschland?

Wir arbeiten bereits mit fünf bis sechs Händlern zusammen und sind auf der Suche nach neuen Importeuren, z. B. in Deutschland.

  • In welchen Ländern möchten Sie die Akkordeons anbieten?

Wir wollen unsere Akkordeons weltweit anbieten. Wir sind stolz auf diese Zusammenarbeit und überzeugt, dass die Instrumente überall auf der Welt erfolgreich sein werden.

  • Wie sind die Lieferzeiten?

Die Instrumente werden noch vor Weihnachten erhältlich sein. Die Produktionsdauer beträgt in der Regel zwei bis fünf Monate.

  • Gab es bereits andere Musiker in der Szene, die Ihre Modelle ausprobiert haben, oder gab es schon Konzerte damit?

Maestro Richard Galliano hat bereits mit Akkordeons aus unserer gemeinsamen Kollektion Konzerte gespielt, nämlich mit dem Settimio Soprani Professional, dem Sonola SS20 und dem Sonola Jazz SS4.

  • Wie sehen Sie die Akkordeonszene in der Zukunft?

Die Akkordeonszene wird in Zukunft meiner Meinung nach vor großen Herausforderungen stehen – die Produktionszeiten sind gestiegen, die Kosten auch. Junge Menschen, das alte Handwerk des Akkordeonbaus weiterführen können, sind sehr rar; wir müssen Schulprojekte für die Ausbildung einrichten, sonst wird es schwierig.

  • Was würden Sie sich speziell für Ihr Unternehmen wünschen?

Wir träumen davon, so viel wie möglich in unserem Unternehmen weiterzuführen und der nächsten Generation die Chance zu geben, all das fortzusetzen, was wir aufgebaut haben.

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