“Splits and Circles “ ist das zweite Album dieses ungewöhnlichen Duos aus Wien. Marie Spaemann komponiert ihre Lieder selbst und singt (allerdings ganz unwienerisch auf Englisch), dazu spielt sie Cello. Christian Bakanic hat seinerseits ebenfalls kompositorisch mitgewirkt und begleitet Spaemann auf dem Klavier und vor allem auf dem Akkordeon. Und wie er das macht! Geradezu virtuos, mit solistischen Passagen und wundervoll dem Charakter der sehr unterschiedlichen Kompositionen angepasst. Bisweilen verschmelzen Akkordeon und Cello in so perfekter Harmonie miteinander, dass kaum mehr zu hören ist, welches Instrument gerade welchen Ton spielt. Das Klavier dagegen fungiert meist wirklich als Begleitinstrument und bleibt mehr im Hintergrund. Beide Musiker kommen überwiegend von der Klassik her. Aber das Repertoire reflektiert gleichermaßen ihre vielgestaltigen, elegant und gekonnt verwobenen Einflüsse von Jazz über Tango bis Pop. Es gibt herrlich viel zu hören und zu entdecken.
Gabriele Haefs
Zum Interview mit Marie Spaemann und Christian Bakanic (Coverstory akkordeon magazin #78, Feb. 2021) geht es hier: https://akkordeon.online/viele-knoepfe-und-vier-saiten-marie-spaemann-und-christian-bakanic-2/






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