Ein leidenschaftlicher Meister der Harmonia Polska

Im Gespräch mit Janusz Prusinowski

15. Mai 2024

Lesezeit: 10 Minute(n)

Janusz Prusinowski, geboren 1969 in Mława, Polen, zählt europaweit zu den wichtigsten Vertreterinnen und Vertretern der polnischen Volksmusik. Er ist ein Multiinstrumentalist, Komponist, Arrangeur und Sänger sowie Vorsitzender der Stiftung „Mazurkas of the World“, die das ganze Jahr über Folk-Festivals organisiert. Außerdem leitet er die Janusz Prusinowski Kompania (früher Trio), deren Alben auf zahlreichen großen Plattformen zu finden sind. Janusz und seine Kollegen tragen die polnische Musik in die ganze Welt und haben neben Europa bereits in den USA und in einigen Teilen Asiens gespielt. Ihre Arbeit ebnete und ebnet den Weg für viele junge Musikerinnen und Musiker. Einen entscheidender Bestandteil von Janusz‘ künstlerischem Werdegang stellt das Akkodeon dar. Es ist mir eine Ehre, mit ihm ausführlich über die traditionellen Akkordeons seines Landes und seine Beziehung zu diesen zu sprechen.
Text & Interview: Araceli Tzigane; Übersetzung aus dem Englischen: Daniela Höfele

Die singst und du spielst viele verschiedene Instrumente wie Geige und das Hackbrett Zymbal, und natürlich Akkordeon. Ich habe dich bereits auf zwei unterschiedlichen Akkordeons spielen sehen, aber hauptsächlich auf der Harmonia Polska, der polnischen Handharmonika. Was ist das besondere an diesem Instrument?

Jedes Instrument, das ich spiele, hat seine natürlichen Tonleitern und Melodien, seine eigenen musikalischen und „physischen“, baulich bedingten Ausdrucksmittel, eine eigene Klangsprache und besondere Kniffe.  Beim Spielen meiner verschiedenen Instrumente unterscheidet sich auch meine eigene Körpersprache, mein eigener physischer Ausdruck sehr: Mit der Geige kann ich weite Bewegungen mit dem Bogen ausführen, mit starken Impulsen wie bei einem Tanz. Bei der Dulcimer [trapezförmige, griffbrettlose Zither, Anm. d. Red.] ist es ähnlich, man schlägt die Saiten wie bei einem Schlaginstrument, die rhythmische Bewegung ist also sehr wichtig. Auf der anderen Seite des Ausdrucks bzw. des „Sich-Ausdrückens“ steht der Gesang, den ich als sehr von innen kommend, als intim empfinde. Bei der Harmonia Polska wiederum vermischen sich äußerliche und innerliche Elemente des Spielens.

Foto: Isa Saiz

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Meine beiden polnischen Akkordeons unterscheiden sich stark: Bei der Harmonia Pedałowa, dem Pedalakkordeon, das älter ist, bleibe ich mit meinen Händen immer an der gleichen Stelle und bewege nur die Finger. Was ich mit meinem Körper machen kann, ist, die Pedale, die die Luft pumpen, mit meinen Füßen zu drücken. Und wenn ich rhythmisch pumpe – was meine Füße fast zum Tanzen bringt –, dann nimmt auch der Klang des Instruments diesen „Puls“ an. Dieser Klang ist einzigartig. Bei der handgespielte Harmonia Polska habe ich die Füße frei und muss beim Spielen nicht sitzen, was mir die Möglichkeit gibt, mich im Raum zu bewegen. Außerdem kann ich bei der Harmonia Polska mit dem Balg arbeiten und auf Grundlage seines „Atems“ musikalische Phrasen erzeugen.

Die beiden Akkordeons haben außerdem unterschiedliche Klangfarben und sogar unterschiedliche Tastensysteme. Die Systeme der rechten Hand sind sich recht ähnlich – drei Reihen mit kleinen, quadratischen Tasten in einem halbtonalen System, allerdings hat das Handakkordeon eine zusätzliche, grüne vierte Reihe, die nicht vollständig ist. Das ist sehr lustig – sie hat nämlich nur die Funktion, aus der Ferne wie ein Pianoakkordeon auszusehen und damit Eindruck zu schinden, weil Pianoaakordeons in den Jahren, in denen dieses Akkordeon hergestellt wurde, gerade neu waren und als modischer galten.

Die Systeme der linken Hand sind völlig unterschiedlich: Das Handakkordeon hat ein klassisches Bass-System mit 140 Bässen, während das Pedalakkordeon ein „Spiegel-System“ mit 24 Knöpfen hat, bei dem die Grundbässe in Form einer Spirale angeordnet sind und die Dur-Akkorde eine symmetrische, also sozusagen gespiegelte Spirale darüber bilden. Sehr seltsam (lacht).

Du hast mal gesagt, als du angefangen hast, Harmonia Polska zu spielen, hast du verstanden, wie man atmet. Wie hast du das gemeint?

Mit der Harmonia Polska habe ich mir am Anfang gar nicht leicht getan. Die Tonleitern unter den Tasten wirkten für mich nicht so intuitiv. Aber irgendwann hat es plötzlich funktioniert, die Musik begann, wie ein Fluss zu fließen, als hätten die Rhythmen, Melodien und Phrasen einen gemeinsamen „Atem“ eingehaucht bekommen. Das war für mich wie eine Erleuchtung: Wow! So funktioniert das, so atmet und spricht das Instrument auf musikalische Weise!

Deine Harmonia Polska ist ja sehr alt – soweit ich weiß, gibt es heutzutage keine Instrumentenbauer mehr, die genau diese Art herstellen. Weißt du, wann und wo dein Instrument gebaut wurde und von wem?

Mein Pedalakkordeon wurde irgendwann zwischen 1930 und 1935 von Jan Ostrowski in seiner Werkstatt in Warschau gebaut und hat den Zweiten Weltkrieg überlebt. Zu dieser Zeit gab es viele Werkstätten, die Harmonias herstellten, weil das Instrument in ganz Polen sehr beliebt war. Ich kenne nicht die ganze Geschichte meines Instruments, aber gehört habe ich es schon in meiner Kindheit – immer wenn mein Nachbar Kazimierz Rostkowski zum Tanz aufspielte. Meine Eltern und die ganze Nachbarschaft organisierten regelmäßig Tanzabende, und die Rostkowski-Band war für die Musik zuständig. Als Rostkowski starb, kaufte ich seiner Frau das Akkordeon ab. Das ist jetzt über 30 Jahre her. Seitdem ist es Teil meines persönlichen „Orchesters“. Es kann durchaus sein, dass es das älteste noch gespielte Instrument seiner Art im nördlichen Masowien ist.

Meine Harmonia Polska, das Handakkordeon, wurde um 1948 von Józef Borucki in seiner Werkstatt in Warschau gebaut. Diese befand sich im östlichen Teil der Stadt, der nach dem Aufstand im Jahr 1944 im Gegensatz zum westlichen Teil nicht vollständig von den Deutschen zerstört worden war. Neben dem Namen des Erbauers, Borucki, ist auf der Rückseite des Instruments der Name des ersten Besitzers, Jan Michalski, eingraviert. Die Jan Michalski Band aus  Pszasnysz – einer Stadt in der Nähe von Mława, wo ich lebe – kenne ich nur aus Erzählungen. Sie war in den 1950er und 1960er Jahren sehr berühmt und beliebt. „Das war eine tolle Hochzeit, die Michalski-Band hat gespielt“ – solche Reaktionen hörte man jahrelang. Erworben habe ich das Instrument bei der Witwe eines Akkordeonsammlers aus Działdowo, einer Stadt nördlich von Mława. Erst später wurde mir klar, wie wertvoll das Instrument ist. Eine Legende besagt sogar, dass der Akkordeonsammler es so sehr schätzte, dass er es in zwei Teile teilte, wenn er das Haus verließ – damit es nicht so leicht gestohlen werden konnte.

Foto: Beata Rudzińska

Wo kann man heutzutage noch Harmonia Polskas kaufen?

Das ist nicht einfach, aber durchaus möglich. In einem normalen Musikgeschäft mit Gitarren, Geigen und Schlagzeug gibt es sie nicht. Dafür aber im Internet und es gibt auch ein paar Instrumentenbaumeister, die alte Harmonias reparieren und sogar neue bauen. Vor 25 Jahren lernte ich den damals 70-jährigen Zdzisław Krasnodębski kennen, der in der Werkstatt von Józef Borucki gearbeitet hatte. Er erkannte sogar Teile meines Instruments wieder. Er sagte: „Das ist eine gute Harmonia, ich werde sie Ihnen reparieren“, und das tat er auch. Als ich das nächste Mal kam, um es stimmen und einige technische Details reparieren zu lassen, lehnte er ab und schickte mich dafür zu seinem Schüler, der seine Arbeit ebenfalls sehr gut machte. Herr Krasnodębski bildete einige junge Instrumentenbauer aus, und heute haben wir eine große Auswahl an Werkstätten, in denen Harmonia Polskas repariert und sogar gebaut werden können. Der jüngste Instrumentenbauer, der das kann, ist Tomasz Tulpan. Er ist jetzt 21 Jahre alt und sehr talentiert. Die Harmonia war sehr beliebt, sodass es solche Meister wie Krasnodębski und junge Kunsthandwerker wie Tuplan häufig gab – und sie werden auch wieder mehr.

Auch auf der Musikinstrumentenmesse „Targowisko Instrumentów“ findet man viele Harmonias und ebenso alle Meister, die sich mit deren Reperatur und Bau beschäftigen. Die Messe wird von Piotr Piszczatowski im Rahmen des Festivals „Mazurkas of the World“ organisiert und ist der beste Ort, um eine eigene Harmonia Polska zu finden.

Kann ein Akkordeonist, der andere Akkordeonarten beherrscht, automatisch auch die Harmonia Polska spielen?

Für Pianoakkordeonspielerinnen und -spieler ist die Harmonia Polska ein ziemlich anderes Instrument. Nur das System der linken Hand ist das gleiche. Für Knopfakkordeonstinnen und -akkordeonisten mit fünf Reihen ist das Instrument sehr ähnlich, nur dass es drei Reihen hat. Da dürfte es recht schnell gehen, sich umzustellen, denke ich.

Welche Rolle spielt die Harmonia Polska in den ländlichen Musiktraditionen Polens und zu welchen Anlässen wurde sie üblicherweise gespielt?

Als die Harmonia in den 1930er Jahren in den polnischen Dörfern populär wurde, übernahm sie die in Musikensembles die Rolle der Geige und des Basses. Das revolutionierte die Musik und reduzierte die Rolle des Geigers. Die Musik wurde lauter, sodass auch die Trommel größer werden musste – die Rahmentrommel wurde durch eine Baraban-Trommel ersetzt. Die typische traditionelle Musikgruppe bestand seit dieser Zeit aus Harmonia Polska, Geige und Baraban. Natürlich gab es auch viele Ausnahmen; es gab Geiger, die sich der Harmonia nicht unterordnen wollten und ihren alten Stil und ihre Tonleiter beibehielten. Aber im Allgemeinen herrschte die Harmonia vor. Bei Hochzeiten und Tanzabenden spielten Bands mit einer Harmonia. Das waren auch die wichtigsten Anlässe – sie waren kaum vorstellbar ohne Musik, Tanz und die Harmonia.

Foto: Aleksandra Rozga

 

Kann man im ländlichen Raum Polens heutzutage noch Veranstaltungen miterleben, bei denen die Harmonia abseits der Bühne gespielt wird, zum Beispiel bei Volksfesten?

Ja, es gibt heutzutage recht viele spontane Feste in den ländlichen Gegenden Polens – organisiert von Dorftanzvereinen. Da kann man die Harmonia zum Tanz aufspielen hören und natürlich auch selbst tanzen. Viele solcher Veranstaltungen finden in den Regionen Radom und Kurpie statt, einige auch in der Region Łowicz. Das Tolle ist, dass es sehr viele junge Musikerinnen und Musiker gibt, die die Harmonia im alten Stil und auf hohem Niveau spielen. Ich kenne selbst mehr als 20 junge, großartige Harmoniaspielerinnen und -spieler aus verschiedenen Regionen Zentralpolens. Und es leben auch noch ein paar der alten Meister.

Du bist Komponist und arrangierst auch traditionelle Melodien, und spielst auf deinen Alben oft sowohl Harmonia als auch Geige oder Zymbal. Bei welchen Stücken entscheidest du dich für die Harmonia und warum genau für sie? Es gibt beispielsweise zwei Stücke, deren Texte Gedichte sind, die du vertont hast: Gdzie Jest ta Miłość  and Mazurek Skarga . Ich muss gestehen, dass das zwei meiner absoluten Lieblingslieder überhaupt sind. Wären sie für dich auch mit einem anderen Instrument denkbar gewesen?

Die Harmonia ist eines der Instrumente, die sich für mich an natürlichsten anfühlen. Ich habe mit zwölf Jahren begonnen, mein erstes Akkordeon nach Gehör zu spielen, ich denke und fühle sozusagen durch das Akkordeon. Gdzie jest ta miłość und viele andere Melodien wurden beim Spielen und Improvisieren auf der Harmonia „geboren“, ihre Form wird durch ihre Art zu „atmen“ bestimmt. Mazurek Skarga wiederum basiert auf einer Melodie, die ursprünglich von Stanisław Stępniak gespielt wurde, einem der besten Harmonia-Meister. Ich habe versucht, seine Spielweise beizubehalten und gleichzeitig eigene „Worte“ hinzuzufügen, die für mich wichtig sind. Das sind zwei Arten, wie ich die Harmonia verwende. Wenn ich mir die beiden Melodien mit einem anderen Instrument vorstelle, werden sie zu komplett anderen Musikstücken.

Die polnische Musikwissenschaftlerin Maria Baliszewska schrieb letztes Jahr in einem Artikel:

Die Harmonia Polska – so genannt, weil sie von polnischen Instrumentenbauern hergestellt wurde, von denen es vor allem vor dem Zweiten Weltkrieg viele gab – ist in den letzten Jahren zu einer Rarität geworden, die kaum noch erhältlich ist. Und nur noch von wenigen genutzt wird. […] Heute gehört das Akkordeon als Instrument für Musiker immer mehr der Vergangenheit an. Einige ganz junge Interpreten, die nicht unbedingt aus ländlichen Regionen kommen, kehren zum Geigenspiel zurück – aufgrund einer bewussten Wahl der Musik, des Instruments und des Repertoires. Die Harmonia Polska ist praktisch ein Relikt, und es gibt immer weniger Musikerinnen und Musiker, die dieses Instrument spielen.  (Baliszewska, Maria: Było harmonistów wielu… Pismo Folkowe  2022, Nr. 160, S. 23)  

Wie gesagt kenne ich persönlich mehr als 20 oder sogar 30 junge, sehr talentierte Harmoniaspielerinnen und -spieler. Das „Mazurkas of the World“-Festival spielt bei diesem optimistisch stimmenden Wandel definitiv eine Rolle. Neben Instrumentalworkshops organisieren wir auch den Musikwettbewerb „Alte Tradition“, der sich an junge Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger sowie Bands richtet. Das erste Konzert des Festivals ist immer das Abschlusskonzert der „Alten Tradition“. 2024 veranstalten wir die 14. Ausgabe davon. Einige Teilnehmende kommen aus der Stadt, andere vom Land. Diejenigen aus den Dörfern sind oft die Enkelinnen und Enkel berühmter Dorfmusikanten. Sie spielen im alten Stil, und ihre Musik eignet sich hervorragend zum Tanzen. Es gibt auch einige Gelegenheiten, bei denen die jungen Musikerinnen und Musiker ihre Kunst zeigen und sie mit anderen teilen können, und dabei von ihrer Gemeinschaft unterstützt werden – zu nennen sind hier Doftanzclubs und verschiedene Veranstaltungen, bei denen traditionelle Musik live gespielt wird. Wie für alle Musikerinnen und Musiker ist es auch für sie essenziell, sich zu treffen, sich auszutauschen, die gemeinsame Zeit zu genießen, von Freunden bewundert zu werden und die Energie der Tänze um sich herum zu spüren.

Lass uns nochmal zum Pedalakkordeon zurückkommen. Kannst du erklären, was das genau ist?

Die Harmonia Pedałowa ist älter als die Harmonia Polska. Sie besteht aus drei Teilen: dem Korpus, den Bälgen (bzw. den Pedalen), und dem Metallrohr, das Korpus und Bälge verbindet. Der Korpus ist wunderschön mit hölzernen Marketerien verziert. Die Pedałowa hat die Hälfte der Stimmen eines typischen Akkordeons – es wird nur eine Seite benötigt, weil man die Luft aus den Bälgen dadurch entweichen lässt, dass man mit den Füßen tritt bzw. pumpt.

Foto: Isa Saiz

 

Hat die Harmonia Pedałowa Vorteile gegenüber anderen Akkordeons? Ist sie zum Beispiel einfacher zu erlernen, da man den Bälge nicht händisch auseinanderziehen und zusammendrücken muss?

Man wird nie müde, wenn man Harmonia Pedałowa spielt, denn wie gesagt sitzt man und pumpt die Luft mit den Füßen. Das ist ein großer Vorteil. Früher, als das Instrument noch neu war, war es etwas billiger und leichter zu stimmen, da es ja nur die Hälfte der Stimmen einer Handharmonika hat. Aber es hat auch einen Nachteil: Man kann sich nicht mit seiner Band im Raum mitbewegen, wenn man Harmonia Pedałowa spielt.

Kommen wir nochmal zu dir als Musiker. Kannst du uns etwas über deine Pläne für die nahe Zukunft erzählen? Woran arbeitest du gerade?

Seit letztem Jahr konzentriere ich mich auf die Vorbereitung und Aufnahme von vier CDs – für die vier Jahreszeiten des Jahres 2024 – mit traditioneller polnischer Musik in Kombination mit Folklore für Kinder. Wir möchten den Kindern unser Wissen über die Lieder, Spiele, Tänze und Melodien für die verschiedenen Momente im Jahr vermitteln, die mit den Zyklen der Natur und der Kultur verbunden sind. Das ist viel Arbeit, die ich gemeinsam mit meiner Frau Kaja, den Musikern meiner Kompania, anderen musikalischen Freunden und unser aller Kinder angehe. Gleichzeitig ist es aber auch eine große Freude, den Kindern zuzuhören, wenn sie zusammen spielen, singen und die Musik genießen. Die Winter- und Frühlingslieder haben wir bereits aufgenommen; dieses Jahr hoffen wir, den Sommer und den Herbst aufnehmen zu können. Das Projekt trägt den Titel Cztery Domy Słońca – Die vier Häuser der Sonne.

Außerdem planen wir, also die Janusz Prusinowski Kompania, Konzerte und Tanzworkshops in Österreich, der Slowakei und Ungarn im Rahmen von „The Trial of Dance Houses“, einige Tanzworkshops beim Rudolstadt Festival in Deutschland, viel Konzerte in Polen und wir werden auch auf ein paar Hochzeiten spielen. Mit dem Musiktheater Słuchaj Uchem – Play by Ear planen wir außerdem Tourneen in Island, Litauen und natürlich einige Vorführungen in Polen. Zusätzlich hoffe ich, wir finden die Zeit für eine neue CD mit der Kompania in Zusammenarbeit mit Maria Siwiec, weil wir bereits sehr viele frische, schöne Stücke entwickelt haben – aber die Zeit ist nunmal begrenzt…

Wenn unsere Leserinnen und Leser demnächst mal in Warschau sein sollten – wo können sie die Harmonia Polska live erleben?

Neben dem „Mazurkas of the World“-Festival, das immer im April und im November stattfindet, ist die Ambasada Muzyki Tradycyjnej [„Botschaft für traditionelle Musik“, Anm. d. Red.] der beste Ort dafür. Das ist ein kleines Holzhaus im Zentrum von Warschau, in dem fast täglich Tanz- und Instrumentalworkshops, kleine Konzerte, Treffen oder Tanzabende veranstaltet werden. Das Haus ist umgeben von Bäumen und Sträuchern – ein perfekter Ort, um Musik zu erleben.

Ich bedanke mich ganz herzlich für das Interview! Wenn du möchtest, kannst du an dieser Stelle das Wort gerne abschließend direkt an die Leserinnen und Leser von akkordeon.online richten…

Ich freue mich sehr, meine Erfahrung und meinen musikalischen Hintergrund mit Ihnen teilen zu können! Willkommen in Polen und willkommen zu den polnischen Mazurkas, Obereks und Kujawiaks. Ich hoffe, dass sich unsere musikalischen Wege an irgendeiner Stelle persönlich kreuzen! Mögen Ihre Akkordeons aller Art immer perfekt erklingen!

Janusz Prusinowski Kompania – Muzyka z serca Polski

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