Italia Award 2021

13. April 2021

Lesezeit: 2 Minute(n)

Einmal mehr heißt es: Akkordeons auf dem Bildschirm. Der seit 2009 jährlich veranstaltete Wettbewerb Italia Award findet dieses Jahr vollständig online statt. Teilnehmen können Musizierende aus aller Welt, Videoeinreichungen sind möglich bis 31. Mai. Interessant ist das angebotene Format sicher für junge Akkordeonist(inn)en, aber keineswegs nur für sie. Die Erstplatzierten in den zahlreichen ausgeschriebenen Kategorien werden sukzessive online vom 1.-20. Juni bekannt gegeben. Es wird entsprechende Livestreams geben, deren Daten in den nächsten Wochen mitgeteilt werden.

Trend zum Online-Wettbewerb

Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Associazione Promozione Arte organizza. Das Ziel der Organisation ist, dem Akkordeon und seiner Musik auf verschiedenen Wegen mehr Möglichkeiten und Bühnen zu bieten. Künstlerischer Leiter des Wettbewerbs ist der Akkordeonist und Komponist Renzo Ruggieri, Präsident ist Musiker Claudio Azzaro. Ruggieri hat inzwischen mit Online-Wettbewerben einige Erfahrung. Bereits der renommierte Premio Internazionale della Fisarmonica (PIF) in Castelfidardo fand im vergangenen Herbst wegen der Pandemie online statt. Dort hatte Ruggieri in den vergangenen Jahren die künstlerische Leitung inne. Dieses Jahr übernimmt nun sein Landsmann Antonio Spaccarotella. Mit dem Italia Award bringt Ruggieri mit seinem Team aber gleich den nächsten internationalen Akkordeonwettbewerb von Italien aus online.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass solche Formate in der Akkordeonszene gut angenommen werden. Allen Beteiligten ist klar, dass derzeit oft die Entscheidung ist: Ein Online-Wettbewerb oder kein Wettbewerb. Zusätzlich zeigt sich, dass oft sowohl mehr Teilnehmer(inne)n als auch Zuschauer(inne)n mitmachen, und das mit größerer internationaler Reichweite. Das sind die positiven Aspekte des Onlineformats. Trotzdem möchten natürlich die meisten alsbald wieder auf normale Bühnen wechseln.

Stile und Kategorien

An der diesjährigen Onlineversion des Italia Award teilnehmen können Akkordeonistinnen und Akkordeonisten jeder Nationalität. Anders als bei einigen der etabliertesten Wettbewerbe, wie etwa in Klingenthal oder Castelfidardo, gibt es hier keine spezifischen Vorgaben ans Repertoire. Die Teilnehmenden können bei ihrer Anmeldung benennen, welche Stücke sie in ihrem Video spielen. Es ist eine relativ hohe Anzahl von Kategorien ausgeschrieben. Mitmachen können Akkordeonschüler(innen), erwachsene Hobbymusizierende und Profimusiker(innen). Um das Spektrum noch etwas zu erweitern, gibt es sogar zusätzliche Sparten für Besetzungen ohne Akkordeon.

Es werden vor allem bei den Schüler(inne)n mehrere Altersgruppen unterschieden. Stilistisch vorgesehen sind insbesondere Kategorien für klassisches Repertoire und für virtuoses (nicht-klassisches) Repertoire, etwa aus dem Bereich Jazz, Variété, Weltmusik oder Tango. Es gibt eigene Angebote für diatonische Harmonikas. Neben vielen Ausschreibungen für Solisten haben auch Ensembles einige Möglichkeiten, teilzunehmen. Und: Es gibt eine eigene Kategorie für elektronisches Akkordeon, wobei sowohl digitale Modelle als auch solche mit MIDI-Erweiterung oder ähnliche zugelassen sind.

Eine Besonderheit ist der Renzo Ruggieri Award, für den ein Stück des Akkordeonisten und künstlerischen Leiters interpretiert werden soll. Noch eine Ergänzung, die den Blick über die Musik hinaus erweitert: Der Art Accordion Award. Daran können aus sämtlichen künstlerischen Bereichen Interessierte teilnehmen, sofern ihr Werk in irgendeiner Form das Akkordeon thematisiert. So sind beispielsweise Bilder, Zeichnungen, Skulpturen, Theater, Tanz, Film oder anderes möglich. In den Sparten für Profimusiker(innen) erhalten die Erstplatzierten zusammen mit der Auszeichnung dotierte Preise von jeweils 1000 Euro.

Es ist davon auszugehen, dass die Jury eine Menge spannende Einreichungen zu hören bekommt und es für die Zuschauer(innen) im Juni ebenfalls interessant wird.

 Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.associazionepromozionearte.com/italiaaward/

Foto: Italia Award

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