Wolfgang Ruß: „Combo Classics“

6. Juli 2021

Lesezeit: 3 Minute(n)

Wolfgang Ruß

Combo Classics

Wolfgang Ruß zählt zu den bedeutenden und viel gespielten Komponisten für Akkordeon. Vor allem seine Kompositionen und Arrangements für Akkordeon-Orchester und -Ensemble sind sehr verbreitet. Daneben gibt es aus seiner Feder inzwischen auch eine Vielzahl von Werken für Solo und Duo sowie Kammermusik mit Akkordeon.

Seit Beginn meiner musikalischen Laufbahn komponiere, improvisiere und arrangiere ich. Schon in jungen Jahren war es für mich enorm reizvoll meine eigene Musik zu erschaffen. Begleitet von der Faszination für Jazz und andere Formen afroamerikanischer Musik ist dieser Antrieb bis heute ungebrochen. Diese Musikrichtungen auf breiter Basis für das Akkordeon zu erschließen war ein Schwerpunkt meiner Arbeit während der vergangenen zehn Jahre. Im NordMusik-Verlag hatte man dafür ein offenes Ohr und so konnten dort eine Vielzahl von Bandausgaben mit Jazz und Popularmusik für Solo, Duo und Trio entstehen.

Durch meine langjährige Tätigkeit als Akkordeonlehrer war mir bei diesen Kompositionen der pädagogische Aspekt besonders wichtig. Inzwischen ist ein methodischer Lehrweg  für den  Anfänger bis zum fortgeschrittenen Spieler entstanden, der einen systematischen Einstieg in Jazz, Rock, Pop und Latin ermöglicht. Dabei geht es mir ganz bewusst darum, das traditionelle Standardbass-Akkordeon mit Kompositionen und Bearbeitungen aus diesen Genres weiter zu entwickeln.  

Neuestes Projekt ist die Heftreihe „Combo Classics“ mit Bearbeitungen berühmter Stücke und verschiedener Musikstile. Enthalten sind so unterschiedliche Titel wie „Take Five“ von Dave Brubeck, „Maple Leaf Rag“ von Scott Joplin, aber auch traditionelle Tangos wie „La Cumparsita“ und Spirituals wie „Nobody knows“, alle in neue Arrangements verpackt. Als Besonderheit ist bei vielen Stücken eine ausgeschriebene Improvisation enthalten, die zum eigenen improvisieren anregen soll.

In der Reihe „Combo Classics“ sind bisher erschienen:

George Gershwin Classics (Lady be Good / The Man I Love / I Got Rhythm)

Dave Brubeck Classics (Take Five / Blue Rondo a la Turk / Unsquare Dance)

Ragtime Classics (The Entertainer / Bethena / Maple Leaf Rag)

Spiritual & Gospel Classics (Go Down Moses / Nobody Knows / Wade in the Water / When  Israel was in Egypts Land)

Tango Classics (La Cumparsita / Por Una Cabeza / El Choclo / Adios Muchachos)

Latin Classics (Tequila / Perdido / Tico Tico)

Zum Hintergrund des Stücks

Das Akkordeon mit anderen Musikinstrumenten zusammen zu bringen ist die Idee hinter der Heftreihe „Combo Classics“, die im NordMusik-Verlag erschienen ist. Darin enthalten sind bekannte Musikstücke ganz unterschiedlicher Stilistik wie Swing, Jazz, Ragtime, Spiritual und Gospel, aber auch Tango und andere Latin-Formen.

Die einzelnen Titel sind für Akkordeon mit Standardbass (M II) eingerichtet, dazu gibt es eine Begleitstimme für Klavier oder Keyboard sowie eine Melodiestimme für Bläser oder Streicher, die jeweils als C-, Bb- und Eb-Stimme beigefügt ist. Der Schwierigkeitsgrad der Hefte liegt im mittleren Bereich, so dass vor allem Schüler*innen an Musikschulen mit diesen Heften gemeinsam in einer Combo musizieren können.

Der Akkordeon-Part ist in allen Ausgaben auch solistisch spielbar. Zusammen mit den weiteren Stimmen der Arrangements können unterschiedliche Besetzungen realisiert werden: Akkordeon nur mit Begleitstimme (Klavier, Keyboard), Akkordeon nur mit Melodiestimme (hierfür sind Klarinette, Querflöte,  Violine, Sopran- oder Altsaxofon, aber auch Mundharmonika oder ein zweites Akkordeon besonders geeignet), oder alle drei Stimmen gemeinsam. Die Combo kann in vielen Fällen auch mit Bass, Gitarre oder Schlagzeug vergrößert werden, das Material bietet dem kreativen Ensembleleiter vielerlei Möglichkeiten.

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