Ein furioses Werk ist diese Evolution der Django Festival Allstars geworden. Das Album präsentiert zwölf neue Stücke, die an die musikalische Tradition des Gypsy Jazz anknüpfen. Dabei gibt es sowohl klassische Kompositionen mit halsbrecherischen Instrumentalabfahrten wie „Rire avec Charlie“, bei dem besonders Akkordeon-Virtuose Ludovic Beier brillieren kann. Das Quintett, Samson Schmitt an der Lead-Gitarre, Pierre Blanchard an der Geige, Francko Mehrstein an der Rhythmus-Gitarre und Antonio Licusati am Bass, spielt anderswo dagegen melancholisch und im dahinwiegenden Takt, etwa beim wunderschönen „El Destino“. In dieser Spannbreite bewegt sich das Repertoire, das klanglich hervorragend produziert und eingespielt wurde. Und die Musik macht Spaß, sei es das flotte „Casse Noisette“, der dramatische „Balkanic Dance“, das bluesige „Around Toots“ oder die romantische Liebeserklärung „Lovely Wife“. Das Album lässt ich problemlos am Stück durchhören, und tatsächlich ertappt man sich dabei, nach den letzten Tönen des Abschlusstracks „Stenli“ direkt einen weiteren Durchlauf zu starten.
Wolfgang Weitzdörfer






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