Maria Kalaniemi & Timo Alakotila

Morgondimma (Åkerö Records)

20. Mai 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

Die finnische Akkordeonvirtuosin Maria Kalaniemi begeistert ihre Fans in diesem Jahr gleich mit zwei neuen Alben: Nach ihrer vom finnischen Nationalepos Kalevala inspirierten Zusammenarbeit mit Pekko Käppi folgt nun ein Repertoire mit ihrem langjährigen musikalischen Partner Timo Alakotila. Dieser bekannte Pianist hat auch etliche der hier vertretenen Stücke komponiert. Andere sind traditionell, eines, das dramatische „Oblivion“, stammt von Astor Piazzolla, eines von Kalaniemi, das Titellied schließlich von Lasse Mårtenson. Kalaniemi verzaubert mit ihrem Akkordeonspiel, außerdem singt sie, wie bei „Morgondimma“ (deutsch: „Morgennebel“), wo der frühe Nebel und die Stille am Meer herbeigerufen werden. Beim ersten Stück, „Lyckönskan“ („Glückwunsch“) ist ihre Stimme im Hintergrund zu hören, als perfekte Begleitung zu der melancholischen Melodie. Beim zweiten Stück, dem traditionellen „Munsala“, wird dagegen losgefetzt, dass es klingt wie Tango auf Speed. Ein weiterer Tango ist eher klassisch, finnisch eben. Wir hören auch Polska mit einer Art Honky-Tonk-Klavier als Begleitung, einen Walzer und einen Choral. Die Arrangements für ihr zum Teil mit einem Streichquartett eingespieltes Repertoire stammen von Kalaniemi und Alakotila. Ein ungeheuer vielseitiges Album also, bei dem die musikalischen Stärken der beiden Mitwirkenden wundervoll zur Geltung kommen.

Gabriele Haefs

<em>Morgondimma </em> (Åkerö Records)
Maria Kalaniemi & Timo Alakotila
Morgondimma (Åkerö Records)

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