Ira Shiran stammt aus Israel und hat Berlin zu seiner Wahlheimat gemacht. Er spielt Akkordeon in verschiedenen Ensembles wie Davagariko, Atsind, Ajvar und Folkadu.
Seine stilistischen Einflüsse reichen von jüdischer über Balkanmusik bis zu vielen weiteren Richtungen. Er komponiert eigene Stücke für variierende Besetzungen.
Der Komponist über seine Idee:
Wie bringt man ein Stück zu Papier, das ich seit dem Tag seiner Entstehung kein einziges Mal zweimal gleich gespielt habe? Dabei geht es mir nicht nur um Fragen der Interpretation – Artikulation, Dynamik, Phrasierung -, sondern auch um jene Elemente, die aus einer bloßen Ansammlung von Noten überhaupt erst ein Stück machen: Verzierung, Harmonik und mitunter sogar die Melodie selbst.
Diese Art von Veränderlichkeit ist ein natürlicher und beinahe selbstverständlicher Bestandteil von Volksmusik. Sobald Musik notiert wird, kann sie aber leicht starr wirken, festgelegt, scheinbar „richtig“ nur in einer einzigen Version. Wir schreiben Musik auf, um sie Menschen zugänglich zu machen, die sich einem Stück auf unterschiedliche Weise nähern oder mit schriftlicher Notation arbeiten. Dadurch entscheiden wir uns aber zwangsläufig für eine Version und lassen unzählige andere außer Acht.

Zum Hintergrund des Stücks
Dieser Text ist die Lösung, für die ich mich entschieden habe. In den Noten ist nur das Nötigste festgehalten: was zu spielen ist und wann – die Struktur, ergänzt durch einige grundlegende Ideen zu Verzierung, Fingersatz und Bassbewegung. Alles, was ich weggelassen habe und alles, was bewusst offen bleibt, liegt in eurer Interpretation. Wie versteht ihr das Stück? Wie möchtet ihr es anreichern? Wie weit könnt ihr dabei gehen, bevor es sich in etwas ganz anderes verwandelt?
Song without Words
Aufmacher:
Links:
Zum Porträt über Ira Shiran geht es hier:
akkordeon.online/ira-shiran/









0 Kommentare